Muster und Vorlage aus dem Gesetz: was der Generator macht
Er setzt die gesetzlichen Muster aus Anlage 1 und 2 zum EGBGB zusammen und füllt nur die Stellen, die das Gesetz für deine Angaben vorsieht: Name, Anschrift, Telefon und E-Mail, den Beginn der Widerrufsfrist, die Rücksendung und die Rücksendekosten. Jeder Satz stammt wörtlich aus dem Gesetz, nichts ist von uns umformuliert. Das ist wichtig: Eine Belehrung, die dem Muster entspricht, gilt als ordnungsgemäß. Wer selbst formuliert, verliert diesen Schutz.
Der Generator deckt den Verkauf von Waren ab. Für Dienstleistungen, digitale Inhalte ohne Datenträger und Verträge außerhalb von Geschäftsräumen gibt es andere Bausteine.
So wählst du richtig
Lieferart (Beginn der Frist): Die Frist beginnt, wenn der Kunde die Ware in den Händen hält. Lieferst du eine Bestellung manchmal in mehreren Paketen, wähl „Mehrere Waren, getrennt geliefert“: Dann zählt das letzte Paket. Für Abo-Boxen gilt „Abo / regelmäßige Lieferung“.
Widerrufsfunktion: Trag die Adresse der Seite ein, auf der dein „Vertrag widerrufen“-Button steht. Die Pflicht dazu gilt für Onlineshops seit dem 19. Juni 2026. Was der Button können muss, steht im Leitfaden zum Widerrufsbutton.
Rücksendekosten: Willst du, dass der Kunde den Rückversand zahlt, wähl „Der Kunde“. Ohne diesen Satz trägst du die Kosten. Für Speditionsware, die nicht per Paket zurück kann, nennst du einen festen Betrag.
Rücksendeadresse: Geht die Retoure an ein Lager mit anderer Anschrift, trag sie ein. Der Satz lautet dann „an uns oder an …“.
Wo die Texte hin müssen
- Im Shop, vor der Bestellung: auf einer Seite „Widerrufsrecht“, verlinkt im Footer und im Checkout. In Shopify geht das unter Einstellungen → Richtlinien oder als eigene Seite.
- Nach der Bestellung, auf einem dauerhaften Datenträger: spätestens bei Lieferung, zum Beispiel als Text oder PDF in der Bestellbestätigung.
- Das Formular gehört zur Belehrung, direkt darunter oder als Anhang.
Häufige Fehler
- Eigene Formulierungen statt des Musters. Das kostet die Sicherheit, die das Muster gibt.
- Telefonnummer weglassen, obwohl es eine gibt. Das Muster sieht Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse vor.
- Die Belehrung nur auf der Website, nicht in der Mail. Dann fehlt der dauerhafte Datenträger.
- „Unfrei zurückgesandte Pakete werden nicht angenommen“: Ein Widerruf ist trotzdem wirksam. Solche Sätze gehören nicht in die Belehrung.
Wie du einen Widerruf danach schnell abwickelst, von der Erstattung bis zur Rücksendung, steht im Guide zum Widerrufsrecht im Onlineshop. Keine Rechtsberatung.