PayPal-Gebühren 2026 für Verkäufer: so rechnet PayPal
Jede geschäftliche Zahlung kostet einen Prozentsatz vom Betrag plus eine Festgebühr pro Zahlung. Das Ergebnis rundet PayPal auf den Cent.
Gebühr = Betrag × Prozentsatz + Festgebühr
Die Sätze für Deutschland, Stand der PayPal-Gebührenseite vom 7. September 2026:
| Art der Zahlung | Satz | Festgebühr |
|---|---|---|
| PayPal Checkout (Zahlung in deinem Shop) | 2,99 % | 0,39 € |
| Waren und Dienstleistungen (direkt aufs Konto) | 2,49 % | 0,35 € |
| Kredit- und Debitkarte mit erweiterten Funktionen | 2,99 % | 0,39 € |
Zahlt der Käufer aus dem Ausland, kommt ein Zuschlag auf den Prozentsatz. Zahlungen in Euro aus dem EWR zählen als Inland (+0 %). Für Großbritannien sind es +1,29 %, für alle anderen Länder +1,99 % (Checkout). Bei Waren und Dienstleistungen gilt eine eigene Tabelle: +1,99 % für USA und Kanada, +2,99 % für den Rest der Welt.
Beispiele
- 100 € über PayPal Checkout: 2,99 € + 0,39 € = 3,38 € Gebühr, es kommen 96,62 € an.
- 20 € über PayPal Checkout: 0,60 € + 0,39 € = 0,99 € Gebühr. Das sind schon 4,95 % vom Betrag, weil die Festgebühr bei kleinen Beträgen stärker zählt.
- 100 € aus Großbritannien: 4,28 % + 0,39 € = 4,67 € Gebühr, es kommen 95,33 € an.
Je kleiner der Warenkorb, desto teurer wird PayPal relativ. Bei 10 € liegt der effektive Satz bei 6,9 %. Wer viele kleine Bestellungen hat, sollte das in die Preise oder einen Mindestbestellwert einrechnen.
Rückwärts rechnen: wie viel verlangen?
Wenn ein fester Betrag ankommen soll, reicht es nicht, 2,99 % aufzuschlagen, denn die Gebühr wird vom höheren Betrag berechnet. Richtig ist:
Betrag = (Wunschbetrag + Festgebühr) ÷ (1 − Prozentsatz)
Für 100 € über Checkout: (100 + 0,39) ÷ 0,9701 = 103,48 €. Stell oben im Rechner auf „Wie viel verlangen?“, dann musst du nichts selbst rechnen.
Rückerstattungen kosten die Festgebühr
Erstattest du eine Zahlung ganz oder teilweise, gibt PayPal den prozentualen Teil der Gebühr zurück, die Festgebühr nicht. Bei Checkout bleiben pro erstatteter Zahlung 0,39 € bei PayPal. Bei 1.000 Bestellungen im Monat und 10 % Retouren sind das 39 € im Monat, nur für Erstattungen. Das ist ein Grund mehr, Retouren zu vermeiden, die gar keine sein müssten.
Darf ich die Gebühr an den Käufer weitergeben?
Ein eigener Aufschlag nur für PayPal ist rechtlich heikel. § 270a BGB verbietet Entgelte für bestimmte Zahlungsmittel wie SEPA-Lastschrift und Karten. Der Bundesgerichtshof hat 2021 einen PayPal-Aufschlag in einem konkreten Fall zwar erlaubt (Az. I ZR 203/19), sicher ist der Weg trotzdem nicht, und Kunden mögen ihn nicht. Der übliche Weg: die Gebühr in den Preis einrechnen. Wie viel Marge danach bleibt, zeigt der Margenrechner. Keine Rechtsberatung.